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Antoni Clavé

Antoni Clavé

Barcelona 1913 -
Saint Tropez 2005


Am 5. April 1913 wird Antoni Clavé in Barcelona geboren. Clavé besucht ab 1926 Abendkurse an der Escuela de Artes y Oficios "Llotja" bei Félix Mestres, Josep Mongrell und Angel Ferrant. Mongrell verschafft ihm im Jahr 1927 eine Lehrstelle als Anstreicher; Clavé ist fasziniert von der handwerklichen Tätigkeit, besonders von den vielfältigen Arbeitsmaterialien und der Farbzubereitung.
Clavé verlässt 1932 die Abendschule und bekommt durch Vermittlung des Architekten Illescas eine Anstellung in der Firma Cinaes, dort entwirft er die wöchentlichen Kinoplakate. Zeitgleich arbeitet Antoni Clavé an einer Kinderzeitschrift mit und entwirft Plakatwerbung. Im Spanischen Bürgerkrieg ist der Künstler Clavé als Zeichner für die republikanische Regierung tätig und flieht Ende des Krieges nach Frankreich. Nach der Internierung im Lager Les Haras in Perpignan ist er ab dem Jahr 1939 in Paris ansässig, wo er als Comic-Zeichner und Illustrator arbeitet.
Antoni Clavé malt in den 40er Jahren unter dem stilistischen Einfluss von Bonnard, Vuillard, Rouault und insbesondere Picasso - den er persönlich im Jahr 1944 kennenlernt - so entstehen schwermütige Szenen ruhiger Häuslichkeit, puppenähnliche Frauengestalten sowie Kinder, Clowns und Harlekine.
Ab dem Jahr 1946 schafft Clavé diverse Entwürfe für Ballett und Theater in Paris, München, London und New York, darüber hinaus in den 50er Jahren Buchillustrationen. Er gibt 1954 seine Arbeit als Bühnenbildner und Illustrator auf, um sich ganz der Malerei zu widmen. Anschließend hält sich Clavé besuchsweise wieder in Spanien auf.
Zu diesem Zeitpunkt werden seine Gemälde abstrakter und mysteriöser; inspiriert durch Mauerstrukturen und Graffiti verwendet er Zeitungsfragmente und andere Stoffe in der Malerei im Sinne der Collage. Drei Jahre später entstehen Clavés erste Teppichentwürfe, ab 1960 widmet er auch der Bilhauerei.
Der vielseitig begabte Künstler arbeitet an Basreliefs, Assemblagen und totemähnlichen archaischen Skulpturen aus Holz und modelliertem oder bedrucktem Blei, z.T. mit eingefügten Fundstücken.
Im Jahr 1965 siedelt Clavé nach Südfrankreich über, in die Nähe von St.-Tropez. Folglich in den 70er Jahren werden die Gemälde düsterer, vornehmlich schwarz und die Techniken vermischen sich, Anfang der 80er Jahre entsteht die Serie "Hommage à Picasso", es folgt eine Serie, die vom Großstadtleben New Yorks inspiriert ist, eine Metropole, die der Künstler Clavé 1972 und 1989 besucht.
Nach zahlreichen Einzelausstellungen in Museen und Galerien in Zürich, Barcelona, Paris und Tokyo erhält der Künstler Antoni Clavé im Jahr 1978 eine umfassende Retrospektive im Centre Pompidou Musée d'Art Moderne in Paris. Im Jahr 1984 wird Clavé der spanische Pavillon der Biennale von Venedig gewidmet.

Ketterer Kunst
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